Es ist der zuverlässigste Test überhaupt, und Sie machen ihn in einer Viertelstunde selbst. Bewegt sich der Zähler bei geschlossenen Hähnen, entweicht irgendwo Wasser: Das ist keine Vermutung, sondern eine Tatsache. Die Frage ist nur noch, wo — und wie schnell.
Der Test, Schritt für Schritt
- Schließen Sie alle Hähne und stellen Sie sicher, dass Wasch- und Spülmaschine stillstehen. Achten Sie auch auf den Spülkasten: Füllt er gerade, dreht der Zähler aus gutem Grund.
- Gehen Sie zum Zähler und notieren Sie den Stand, samt der roten Nachkommastellen. Machen Sie ein Foto: verlässlicher als das Gedächtnis.
- Schauen Sie, ob sich ein kleines Rädchen oder Sternchen auch nur langsam bewegt. Dreht es, haben Sie die Antwort bereits.
- Verbrauchen Sie 15–30 Minuten kein Wasser und vergleichen Sie dann.
- Hat sich der Stand verändert, gibt es ein Leck. Hat er sich nicht verändert, ist der Verbrauch auf der Rechnung aber hoch, wiederholen Sie den Test über mehrere Stunden, am besten nachts.
Eine Prüfung mehr: vor oder nach dem Zähler?
Haben Sie direkt nach dem Zähler einen Haupthahn, schließen Sie ihn und wiederholen Sie den Test. Steht der Zähler still, liegt das Leck im Haus und betrifft Sie. Dreht er weiter, sitzt das Problem auf der Strecke zwischen Zähler und Haus oder am Zähler selbst: Dann ist auch der Wasserversorger im Spiel.
Wo sie sich meist verstecken
- Unter dem Estrich, an den Zuleitungen: der klassische Fall. Oft ist das einzige Zeichen eine etwas wärmere Stelle im Boden, wenn die Warmwasserleitung undicht ist.
- Hinter der Badwand, an den Anschlüssen von Dusche und Sanitärobjekten.
- Der Spülkasten: langsame Verluste, die direkt in den Abfluss gehen und daher unsichtbar und lautlos sind. Ein Hausmittel: ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe in den Kasten geben und nach einer halben Stunde schauen, ob sie in der Schüssel auftaucht.
- Der Anschluss von Wasch- und Spülmaschine, der nur undicht ist, wenn das Magnetventil unter Druck steht.
- Der Boiler oder die Sicherheitsgruppe, die aus einem Grund über das Ventil abbläst — und dieser Grund gehört geklärt.
Was Sie nicht tun sollten
Öffnen Sie die Wand nicht „einfach mal zum Schauen“. Das ist die instinktivste und teuerste Reaktion: Man macht drei Löcher, findet nichts, muss am Ende trotzdem jemanden rufen — und hat zusätzlich drei Löcher zu schließen.
Ein Leck wird zuerst geortet, mit Geräten, die das Wassergeräusch im Rohr hören oder Temperaturunterschiede lesen. Geöffnet wird nur dort, wo es nötig ist, und geschlossen nur eine Stelle.
Was Warten kostet
Ein verstecktes Leck hat zwei getrennte Rechnungen. Die erste ist das Wasser, das Sie zahlen, ohne es zu nutzen. Die zweite, teurere, ist der Schaden: Feuchtigkeit, die in den Wänden aufsteigt, Putz, der sich löst, Parkett, das sich hebt, Dämmung unter dem Estrich, die sich vollsaugt und nicht mehr dämmt. Die erste Rechnung wächst langsam; die zweite vervielfacht sich ab einem bestimmten Punkt.
Wie wir vorgehen
Erst suchen, dann öffnen. Wir machen Leckortung und Rohrreparatur in Bozen, Terlan und in der gesamten Umgebung. Dreht sich Ihr Zähler und Sie wissen nicht warum, schreiben oder rufen Sie uns an: Je früher man findet, desto weniger muss man aufmachen.


